Immobilie aus Erbengemeinschaft verkaufen
Mehrere Erben, eine Immobilie — und selten dieselbe Vorstellung davon, was damit geschehen soll. Die Erbengemeinschaft ist eine Zwangsgemeinschaft: Über einen Nachlassgegenstand können die Miterben nur gemeinschaftlich verfügen (§ 2040 BGB). Findet sich keine Einigung, bleibt oft nur die Teilungsversteigerung — und die endet regelmäßig deutlich unter Marktwert. Ein neutraler, für alle nachvollziehbarer Verkehrswert ist der schnellste Weg aus der Blockade.
Ihre Herausforderungen
So gehen Sie vor
Neutralen Verkehrswert ermitteln
Eine unabhängige Wertermittlung nimmt dem Streit die Grundlage: Alle Miterben verhandeln über dieselbe Zahl statt über Schätzungen. Unsere erste Einschätzung ist kostenlos und unverbindlich.
Grundbuch berichtigen lassen
Vor dem Verkauf muss die Erbengemeinschaft im Grundbuch eingetragen sein. Innerhalb von zwei Jahren nach dem Erbfall ist die Berichtigung gebührenfrei (§ 82 GBO) — je früher, desto günstiger.
Einigung, Auszahlung oder Abschichtung
Freihändiger Verkauf, Auszahlung einzelner Miterben oder Übernahme durch einen Erben: Wir stellen die finanziellen Folgen jeder Variante gegenüber, damit die Entscheidung auf Zahlen beruht statt auf Positionen.
Über das Partnernetzwerk verkaufen
Steht die Einigung, vermitteln wir einen geprüften Makler, der die Immobilie zügig und diskret vermarktet. Der Erlös wird nach Erbquoten verteilt.
Häufige Fragen
Kann ein einzelner Erbe die Immobilie allein verkaufen?+
Nein. Über einen Nachlassgegenstand können die Miterben nur gemeinschaftlich verfügen (§ 2040 BGB) — ein freihändiger Verkauf braucht daher die Zustimmung aller. Ein einzelner Miterbe kann allerdings seinen Erbteil als Ganzes verkaufen; den übrigen Miterben steht dann ein Vorkaufsrecht zu (§ 2034 BGB).
Was ist eine Teilungsversteigerung und wie lässt sie sich vermeiden?+
Jeder Miterbe kann die Auseinandersetzung verlangen und dafür beim Amtsgericht die Teilungsversteigerung beantragen (§ 180 ZVG). Das Verfahren dauert häufig über ein Jahr und erzielt in der Regel weniger als ein freihändiger Verkauf, weil der Bieterkreis klein ist. Vermeiden lässt es sich fast immer durch eine belastbare, von allen akzeptierte Wertermittlung als Verhandlungsbasis.
Wie wird der Verkaufserlös unter den Erben aufgeteilt?+
Nach den Erbquoten, nach Abzug von Nachlassverbindlichkeiten, valutierenden Grundschulden und Verkaufskosten. Wurde ein Miterbe zu Lebzeiten beschenkt oder hat er den Erblasser gepflegt, kann eine Ausgleichung nach §§ 2050 ff. BGB in Betracht kommen — das klärt im Zweifel ein Fachanwalt für Erbrecht.
Fällt beim Verkauf einer geerbten Immobilie Spekulationssteuer an?+
Für die Zehnjahresfrist zählt das Anschaffungsdatum des Erblassers, nicht der Erbfall (§ 23 EStG). Liegt der Erwerb des Erblassers länger als zehn Jahre zurück, ist der Verkauf einkommensteuerfrei. Die Erbschaftsteuer bleibt davon unberührt — sie richtet sich nach Verwandtschaftsgrad und Freibetrag.
Neutralen Verkehrswert für Ihre Erbengemeinschaft ermitteln
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